Spannendes Künstlerleben in Bild und Text – Christel Bodenstein las in der Ehemaligen Schloßkirche von Schöneiche

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Hasso von Lenski, Ehemann und technischer Betreuer der Lesung, eröffnete die Veranstaltung.

Veranstaltungsauftakt bei der Bürgerstiftung Schöneiche bei Berlin – am 25.01.2014 trat die Künstlerin Christel Bodenstein auf Einladung der Bürgerstiftung in der ehemaligen Schloßkirche in Schöneiche bei Berlin auf. Ihre Popularität begründet sich nach wie vor auf ihren schauspielerischen Erfolg, der sich vor allen Dingen mit ihrer Rolle als launige, schnippische und hochmütige Prinzessin Tausendschön in der DEFA-Märchenverfilmung „Das singende, klingende Bäumchen“ verbindet. Folgerichtig hat Christel Bodenstein ihre gut zweistündige Lesung auch mit dem Titel „Einmal Prinzessin, immer Prinzessin“ versehen. Doch wer jetzt glaubte, eine vom Prinzessinnen-Klischee genervte Schauspielerin zu erleben, die larmoyant auf ihre Erfolge zurückblickt, der wurde positiv enttäuscht.

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Während der Lesung von Christel Bodenstein

Zu erleben war vielmehr eine Künstlerin, die eben schon lange mehr als nur eine Schauspielerin ist. Seit 1984 modelliert Christel Bodenstein mit Leidenschaft plastische Bilder und Figuren. Die Ideen und Motive dafür gewinnt sie aus ihrem unmittelbaren beruflichen und privaten Lebensumfeld. Manches Motiv, wie z.B. das des Clowns, begleitet sie dabei durch ihr Leben. Die Ergebnisse dieses künstlerischen Lebenswerks wurden in Bildern gezeigt. Christel Bodenstein hängt an den Originalen und gibt diese ungern in andere Hände. Wer einmal ein solches kleines Miniaturwerk von ihr geschenkt bekommen hat, kann sich glücklich schätzen. Es kann ihn aber auch passieren, dass es ihm die Künstlerin wieder abluchst. Zu den Bildern las Christel Bodenstein mit ihrer wunderbaren sonoren Stimme teils heitere, oft aber mehr besinnliche selbstgeschriebene Texte, die von einem sehr abwechslungsreichen und vielseitigen künstlerischen Leben als Schauspielerin in Film und Theater sowie als Regieassistentin und letztlich Regisseurin erzählten. Ein langer Spätnachmittag, aber eben kein langweiliger – ein Nachmittag, an dem ein hoch spannendes Künstlerleben lebendig wurde.

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